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Tipps zum Schreiben
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Achten Sie darauf, dass Ihre Sätze gut proportioniert sind. In meinen Seminaren brauche ich als Bild das chinesische Kochen: Hier wird alles, was auf den Teller kommt, in der Küche so portioniert, dass wir es mit den Stäbchen häppchenweise und nacheinander essen können. Kein Wienerschnitzel und kein Hackfleisch! Wenn wir schreiben, kommt es auf die gehirngerechten Portionen an.
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Verwenden Sie viele Verben (In meinem Satzbaukasten sind es die roten Bausteine). Gut gewählte Verben sind aussagekräftig und dynamisch. Substantivierte Verben sind statisch ("nach dem Einführen"/"der Einführung von XY." statt: "nachdem wir XY. eingeführt haben").
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Vermeiden Sie unnötig genaue und überflüssige Informationen, d.h. Sie überlegen immer: Was muss mein Leser/meine Leserin wissen, was braucht er/sie nicht zu wissen.
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Gestalten Sie Ihre Texte übersichtlich. Dazu gehören: ein für das Auge angenehmes Schriftbild - Hervorhebungen - Einrückungen bei Aufzählungen - wenn es sinnvoll ist Bilder, Tabellen, Grafiken, Kästcheninformationen u.a.
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Verknüpfen Sie Ihre Sätze folgerichtig.
Am Anfang des Satzes steht das Thema, was folgt, ist die Aussage dazu. Der zweite Satz knüpft am Anfang an den ersten an und bringt dann eine zweite Aussage usw.
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Benützen Sie die Satzzeichen als Wegweiser.
Wegweiser zeigen uns den Weg an, bevor wir weitergehen. So vermeiden Ihre LeserInnen Umwege!
Folgende Satzzeichen sind besonders wichtig: Komma, Doppelpunkt, Strichpunkt, Gedankenstrich, Klammer.
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Wenn Sie festgefahren oder in zu komplizierte Formulierungen geraten sind: Überlegen Sie, wie Sie es am Telefon sagen würden!
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Denken Sie beim Schreiben immer an die Leserin / den Leser Ihres Textes.
Verständlich ist ein Text nämlich nie "einfach so", sondern immer nur für seine Adressaten.
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Geben Sie sich zu erkennen (mit "ich" und "wir") und sprechen die Leserin/den Leser an.
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Verwenden Sie das Passiv nur mit gutem Grund.
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Schreiben Sie möglichst fehlerfrei (damit Ihre LeserInnen nicht schlecht von Ihnen denken ...).
Tipps für ein Referat, das gut ankommt
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Entscheidend sind immer die Zuhörerinnen und Zuhörer - sie müssen von Ihnen etwas Neues und Wissenswertes erfahren.
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Eine Rede, die frei vorgetragen wird (evtl. mit Spickzettel), wirkt besser als eine abgelesene, weil Ihre Zuhörerinnen und Zuhörer mitdenken können.
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Das heisst aber nicht, dass Sie Ihren Redetext nicht aufschreiben können, wenn es Ihnen dabei wohler ist. Nur sollten Sie anschliessend
Stichwörter notieren und Ihr Manuskript weglegen.
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Es kann hilfreich sein, den Einstieg der Rede und vielleicht auch den Schluss ausformuliert zur Verfügung zu
halten. Das gibt Ihnen die Sicherheit, dass nichts schief geht.
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Achten Sie darauf, dass Sie jeweils DREI oder FÜNF Gedanken und Argumente nennen. Das sind die "magischen Zahlen",
deren überzeugende Wirkung schon die alten Griechen gekannt haben!
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Das wichtigste Gestaltungsmittel für den Aufbau und die sprachliche Gestaltung ist die Wiederholung
(Kerninhalte wiederholen; Wörter und Satzstrukturen wiederholen).
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Wenn es gar nicht anders geht und Sie die Rede ablesen wollen, sollten Sie sie möglichst in der Sprache schreiben, in der Sie sie
halten werden. Das ist besonders wichtig bei einer Rede, die auf Hochdeutsch geschrieben und im Dialekt gesprochen wird.
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Jede Rede sollte vor dem Auftritt geprobt werden. Dann wissen Sie auch, wie lange Sie sprechen.
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Und zuletzt: Lampenfieber ist ein gutes Zeichen. Die Erfahrung zeigt, dass Ihre ZuhörerInnen davon sehr viel
weniger merken als Sie selbst.
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